Presse


02.11.2016

Wir freuen uns mit der Bad Endorfer Grund- und Mittelschule 
 und gratulieren herzlich.
Auch danken wir für die Zusammenarbeit und das große Interesse 
für unseren Weltladen.

Hier der Pressebericht:

BAD ENDORFER GRUND- UND MITTELSCHULE TRÄGT JETZT DEN TITEL „FAIRTRADE-SCHULE“
Auszeichnung mit großer Verantwortung

 
Die Trommelgruppe unter der Leitung von Margit Slaboch und der Grundschulchor unter der Leitung von Maria Hell
umrahmten die Verleihung des Zertifikats musikalisch. Ammelburger © OVB

Als erste Grund- und Mittelschule im Landkreis Rosenheim ist jetzt die Schule in Bad Endorf als „Fairtrade-Schule“ zertifiziert worden. Eine Auszeichnung, die die Schulgemeinde stolz macht und auch andere Institutionen anspornen soll.

Bad Endorf – Die Bad Endorfer Grund- und Mittelschule darf sich nun „Fairtrade-Schule“ nennen. Im Rahmen einer Feierstunde wurde ihr jetzt durch die Fairtrade-Referentin von Transfair, Hannah Rüther, die Ernennungsurkunde überreicht. Die Grund- und Mittelschule ist die 291. Schule in Deutschland, die 84. in Bayern und die erste Grund- und Mittelschule im Landkreis.

Um den Titel einer „Fairtrade-Schule“ zu erhalten, müssen die teilnehmenden Schulen fünf Kriterien erfüllen: Gründung eines Fairtrade-Schulteams, bestehend aus Lehrer, Schülern und Eltern, Erstellen eines Fairtrade-Kompasses, Verkauf und Verzehr von fair gehandelten Produkten an der Schule. In mindestens zwei Klassenstufen muss zudem in mindestens zwei unterschiedlichen Fächern der faire Handel im Unterricht behandelt werden. Außerdem muss es mindestens einmal im Schuljahr eine Schulaktion zum Thema Fairtrade geben.

Die Kampagne Fairtrade-Schools wird von Transfair getragen und steht unter der Schirmherrschaft von Sylvia Löhrmann, der stellvertretenden Ministerpräsidentin und Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen. Fairtrade-Schools bietet Schulen die Möglichkeit, sich aktiv für eine bessere Welt einzusetzen und Verantwortung zu übernehmen. Mit dem Titel „Fairtrade-School“ kann das Engagement nach außen getragen und gezeigt werden, wie kreativ sich Schulen für das Thema einsetzen.

Dank an Lehrer, Schüler und Eltern

Rektor Maximilian Schweiger dankte Lehrern, Schülern und Eltern für die gute Zusammenarbeit. „Ich freue mich, dass wir so eine tatkräftige Fairtrade-Gruppe an der Schule haben, die gemeinsam erfolgreich dieses Projekt auf den Weg gebracht hat.“ „Schulen sollen sich entwickeln und sich ein Profil geben, das fordert der Kultusminister“, so Schweiger weiter. „Wir bekommen Freiheiten und haben die Möglichkeit zu zeigen was wir besonders gut können. Unser Schulmotto lautet seit vielen Jahren Fairplay. Allen Beteiligten eine Wertschätzung und Achtung entgegenbringen und versuchen mit unserem Fairplay-Gedanken soziale ,Eine Welt‘-Projekte umzusetzen. Wir spenden für soziale Projekte. Auf dem Weg zur Profilerweiterung waren wir der Meinung, dass es schön wäre, wenn wir einen weiteren Mosaikstein hinzufügen. Deshalb haben wir uns vor einem Jahr dafür beworben. Dass wir heute den Titel Fairtrade-Schule erhalten, macht uns nicht nur stolz, sondern ist auch ein Auftrag, uns Gedanken zu machen, wie wir den fairen Handel an unserer Schule und in Bad Endorf weiter fördern können.“

Der stellvertretende Landrat Dieter Kannengießer verwies in seiner Rede auf die vielen Flüchtlinge, die ins Land gekommen sind. Die nicht nur vor Krieg geflüchtet sind, sondern in ihrer Heimat keine Arbeit finden, unter schlimmen Bedingungen arbeiten müssen und sehr schlecht bezahlt werden. „Das Problem ist so weit weg und doch plötzlich vor unserer Haustür angekommen. Fairer Handel ist wichtig. Nur wer weiß, welche Missstände es in der Welt gibt, kann was ändern. Und ihr macht es – und das ist toll. Ihr setzt auf fair gehandelte Produkte und tragt dazu bei, das die Produzenten Preise erhalten wovon sie ihre Familien ernähren können und damit weniger einen Grund haben sich auf den Weg zu wirtschaftlichen stärkeren Ländern zu machen.“

Bürgermeisterin tief beeindruckt

Bürgermeisterin Doris Laban zeigte sich in ihrem Grußwort tief beeindruckt. „Die Bad Endorfer Grund- und Mittelschule redet nicht nur von Fairplay und Fairtrade, sondern sie lebt es wirklich. Das muss auch noch in der Gemeinde vorangetrieben werden. Die Schüler sind hier für uns ein starkes Vorbild.“ Sie dankte den Schülern und der ganzen Schulfamilie, dass sie sich so engagiert einbringen.

 

 



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